Singapur: Südostasien für Einsteiger

Singapur Stadtansicht Bugs

Singapur, die reinliche Löwenstadt.

Ich konnte es ja nicht glauben, aber es ist wirklich so: In Singapur herrscht Kaugummiverbot! Der chinesische Höker an der Ecke, Supermärkte, Seven Eleven: Kaugummifrei! Damit die Straßen sauber bleiben. Pfefferminzbonbons kann man kaufen. Kaugummi gibt es nur auf Rezept und unter Vorlage des Reisepasses. Kein Witz!

Tempel in Chinatown Singapur
Singapur: Tempel am Chinatown Complex

Dazu muß man wissen, Singapur ist, zumindest dem äußeren Eindruck nach, quasi die Schweiz und das Zürich Südostasiens in einem. Sauber, sicher, leicht zu erschließen und damit sehr geeignet als Südostasien-Destination für Einsteiger. Da es einst zur britischen Kronkolonie gehörte spricht hier jeder Englisch, naja, singlish, wie man hier sagt. Viele chinesische und malayische Vokabeln haben in das Singapur-Englisch Eingang gefunden und sind umgangssprachlich miteinander verwoben. Aber man kann sich recht gut verständigen.
Singapur hat, wie andere südostasiatische Metropolen auch, ein sehr schönes Chinatown und ein bezauberndes kleines Little India. Und ein heimeliges arabisches Viertel, den Arab Street District. Alle Viertel sind aber viel aufgeräumter und sauberer als Chinatowns oder Little Indias in anderen asiatischen Ländern. Singapur ist ein sehr wohlhabender Staat, und wird mit äußerst strenger Hand geführt.  Keinem Singapurer fällt es ein, Müll einfach auf die Straße zu werfen. Hundehäufchen sieht man auch nicht auf der Straße, denn selbst kleine Ordnungswidrigkeiten werden rigoros geahndet. Einreisende Raucher beispielsweise sollten sich vorsehen: Singapur ist der einzige Staat der Welt in dem es bei Strafe verboten ist Duty-Free-Zigaretten einzuführen. 17 Zigaretten darf man ins Land bringen, thats it!

Singapur: " Blaue Moschee" oder "Malerbar Moschee", nähe Japan Sultan.
Singapur: “ Blaue Moschee“ oder „Malerbar Moschee“, nähe Japan Sultan.

Da das Pro-Kopf-Einkommen des Landes (im Durchschnitt) sehr hoch ist,  wird man wenig sichtbare Armut erblicken, das Straßenbild zeigt keine Bettler und keine Obdachlosen. Was nicht heißt, dass es keine Armut gibt.
Denn Singapur ist kein Wohlfahrtsstaat, man sieht es an den vielen recht betagten Männern und Frauen, die in den Food Hawker Centres das Geschirr abräumen oder am Flughafen für Ordnung sorgen. Ganz offensichtlich ist die Rente knapp und bedarf eines Zuverdienstes.

Das offizielle, dem Tourismus zugewandte Bild der Stadt wird dominiert von den Bildern solcher Luxushotels wie das KU DE TA mit seinem berühmten Infinity-Pool und der Rooftop-Bar, die einen wirklich atemberaubenden

Singapur: "Sultan Moschee", Arab Street.
Singapur: „Sultan Moschee“, Arab Street.

Blick über die Stadt gewährt. In den ausgedehnten Shoppingmalls entlang der Orchard Road ist jedes Luxuslabel dieser Welt vertreten.
Die Straßen sind – sauber! Überall. Die Taxifahrer schummeln nicht und schalten unaufgefordert den „meter“ ( das Taxameter) ein. Und ich habe mir in Singapur noch nie, wirklich nie, den Magen verdorben.

Wobei wir schon beim Thema wären. In den meisten asiatischen Metropolen gibt es Straßenhändler (food hawker) die an kleinen, oft fahrbaren Ständen (stalls) Essen zubereiten und verkaufen. Das war einst auch in Singapur so, auf Anordnung der Regierung wurde der Straßenverkauf aber in den siebziger Jahren abgeschafft und stattdessen in Gebäude, sogenannte „Food Hawker Center“, verlagert. Dennoch oder deshalb – Singapur ist ein großes Glück für Feinschmecker, das Essen dort ein Traum! Die Auswahl an Hawker Centern ist groß und die der Food Stalls schier unüberschaubar. Hier gehts zum Foodguide.