Fundstück aus Singapur: Ei to go

Am Kiosk gleich neben den Schokoriegeln: Ei to go.

Die Phantasie und Innovationskraft der Convenience-Foodindustrie ist variantenreich, kulturell beeindruckend anpassungsfähig, und nie um eine poppige Verpackung verlegen.

Deshalb sind Supermärkte eine Art Abenteuerspielplatz für mich. Da alle meine Lebensmittel vom Markt oder vom Bioladen stammen, komme ich wenig in so richtige Supermärkte und nur in großen zeitlichen Abständen. Um so größer ist die Freude auf Reisen! Mit Begeisterung und Ausdauer scanne ich die Regale mir unbekannter Convenient-Stores und Supermärkte fremder Städte, besser noch – fremder Kulturen, nach mir Unbekanntem ab.

Ei vakuumverpackt, Singapur, Fast-Food

Die staunenswerten Zeugnisse dieser kreativen Lebensmittel-Ingenieurskunst wecken grundsätzlich mein Interesse. In etwa so, wie, wenn man sich als Spinnenphobiker mit Insekten beschäftigt. Ekel und Faszination wechseln einander fortwährend ab. Und dann imponiert mir schönes oder originelles, gern auch skurriles Verpackungsdesign, gerade in Asien.

Hier ein schönes Fundstück aus Singapur: ein Soya-Ei to go. Liegt im Kiosk gleich neben den Pfefferminzbonbons und den Kopfschmerztabletten. Ein braunes, weil eben in Soyasoße eingelegtes Ei, bereits gepellt und luftdicht verpackt in Schrumpffolie. Einlage für die (Instant) Suppe. Eindeutig der Kategorie Kulinarische Erlebnisse zuzuordnen.

Soya-Ei to go. Hier ein Fundstück aus Singapur.

Gekauft, aufgeschnitten, reingebissen und in den Müll geworfen und den Bissen gleich hinterher gespuckt. Hart, krümelig, geschmacklos. Ein sehr entfremdetes Erlebnis. Wenn man ist, was man ißt, was ist man dann, wenn man sich von diesem Dings ernährt?
Schade für das arme Huhn, welches das Ei gelegt hat.

 

Instant Egg. Kuriose Fundstücke der Convenience-Food Industrie.

Bleibt die Hoffnung, dass es sich dabei gar nicht um ein gelegtes Ei, sondern um ein hergestelltes handelt. Denn aus China rumoren seit Jahren Geschichten über Fake-Eier, getreu dem Motto: „der Chinese fälscht ja alles“. Diese Fake-Eier sollen sogar eine Schale haben und optisch in Nichts von einem echten Ei zu unterscheiden sein…. Vor so einer Leistung der Chemiebaumeister hätte ich dann echt wieder Respekt!

Hier noch mehr Eier-to-go: auch schön verpackt. Dieses ist aus Bangkok:

Noch ein Ei-to-go. Mit extra Sojasoße. Dieses stammt aus Bangkok.