Besser essen auf Städtetrips! 8 Tipps (am Beispiel Barcelona)

Die besten Tapas in Barcelona finden

Nie wieder schlechtes Essen auf Deinen Reisen!

Um es vorweg zu sagen, ich habe auch schon höchst mittelmäßig gegessen in Barcelona, sogar höchst mittelmäßig und teuer zugleich. Ein kleines Mittagessen bestehend aus Jamón minderer Qualität, ein Teller Pimientos de Padrón, Schwertmuscheln (na schön, die sind eigentlich immer gut, was kann da schon schief gehen) und etwas Wein zu zweit für siebzig Euro – kann passieren. Schließlich befindet man sich an einem Ort voller hungriger Touristen.

Wie also umgeht man miese Kost auf einem Städtetrip?

Fremde Stadt, unzählige Restaurants, wenig Zeit. Da kann einiges schief gehen auf der Suche nach einem guten Mahl. Vor allem, wenn man mit Hungerast und in letzter Minute bevor die Küche bis zum Abend schließt, aus der Not heraus irgendwo einkehrt. In einer Stadt wie Barcelona, die kulinarisch außerordentliche Qualität zu bieten hat, ist das ein Betriebsunfall, der sich mit wenig Aufwand vermeiden lässt.

Food-Tipps für Städtetrips: Be prepared!

Tipp Nr. 1: Nicht warten bis Dich Dein Hunger oder die Betriebszeiten der Restaurantküche in die Bredouille bringen.

Deshalb ist gute Vorbereitung alles. Recherchieren, reservieren und wissen, dass die Küche nachmittags meist Siesta hat. Das ist in Rom nicht viel anders als in Barcelona. Tipp Nr. 2: lesen hilft. Recherchiert, analog oder im Netz, aber verlasst euch nicht unbedingt allein auf die Besprechungen bei „TripAdvisor“. 

Viele Restaurants in Barcelona sind Anziehungspunkte für Feinschmecker aus aller Welt. Tapasbars wie das Tickets oder die Bodega 1900 sind oft für Wochen oder gar Monate ausgebucht. Hier hilft nur langer Vorlauf. Deshalb,

Tipp Nr. 3: Bekannte und gutgebuchte Restaurants sind häufig auf längere Zeit ausgebucht. Falls Ihr Vorlaufzeit habt, reserviert lange vor Reisebeginn.

Tipp Nr. 4: Auf die Warteliste setzen lassen. Absagen kann man immer noch. Falls zum gegebenen Zeitpunkt kein Platz im gewünschten Lokal zu bekommen ist, fragt nach, ob es eine Warteliste gibt, ruhig für mehrere Restaurants am gleichen Abend. Das erhöht eure Chancen (und – absagen kann man immer noch). Mit Glück ergibt sich was.

Tipp Nr. 5: Mittagessen! Besonders begehrt sind Restaurantplätze ab 19 Uhr, viele Lokale habe aber auch Mittags geöffnet. Dann ist es wesentlich einfacher einen Platz zu bekommen. Mag sein, dass die Tageskarte weniger umfangreich ist als am Abend, dafür kann man mittags aber oft auch preiswerter essen als zur Prime Time ab 20 Uhr.

Fragt den Kellner nach den interessanten Gerichten

Nächster Falle: in manchen Restaurants gibt es zwei Menüs. das sollte man wissen. Eines für die „authentische“ Küche, das Übliche, in Barcelona sind das besagte Pimientos de Padrón, Jamon (alles über die verschiedenen Qualitäten hier ), Boquerones und dergleichen. In einem guten Restaurant ist es in Ordnung solche Evergreens zu bestellen. Jeder einzelne dieser Tapas kann einen – bei guter (!) Qualität in den Himmel beamen. Nur, warum soll man sich die Highlights des Hauses entgehen lassen? Deshalb fragt nach der Karte mit dem interessanten Zeug! Tipp Nr. 6: Fragt den Kellner nach den interessanten Sachen. An diesem Punkt wartet wahrscheinlich eine unangenehme Überraschung auf euch: es wird teurer als erwartet. Nicht weil der Kellner unbedingt ein raffgieriger Halsabschneider ist und nur das Teuerste empfiehlt (nun gut, das kann passieren), sondern weil Qualität ihren Preis hat. Etwa wegen besserer oder luxuriösere Zutaten und/ oder aufwändiger Zubereitung.

Gutes hat seinen Preis – probiert Ungewohntes

Tipp Nr. 7: Es hilft nichts, Gutes hat seinen Preis. Billig und gut ist in der Regel ein Mythos. Allerdings gibt es „Möglichkeiten“: Wer die Bereitschaft mitbringt Innereien oder Schweineschnäuzchen zu essen, kriegt was für sein Geld. Vieles, was gerne verschmäht wird, man könnte auch sagen, was hierzulande in die Wurst kommt, wird in anderen Ländern nicht verschmäht, sondern zu echten Köstlichkeiten verarbeitet. Die Nose-to-Tail-Küche (ja, genau – von der Schnauze bis zum Schwänzchen) hält freudige Überraschungen bereit. Deshalb, Tipp Nr. 8: Lasst Euch auf die Landesküche ein und probiert Neues. 

Diese Tipps sind natürlich von allgemeiner Gültigkeit und gelten für jeden Citytrip. Nur – wenn man es schafft in Barcelona schlecht zu essen, dann kommt man anderswo vermutlich gar nicht auf seine Kosten.