Apfelernte in Meck-Pomm(e)

Apfelernte

Apfelernte in Mecklenburg-Vorpommern

Adam und Eva brachte das Naschen am Apfelbaum ja die nicht ganz so angenehme Erkenntnis ein, dass Trouble im Paradies bevorsteht. Ich durfte dieser Tage auch von einigen Apfelbäumen naschen.

Meine erste Erkenntnis: Apfelernte macht froh!

Das Gutshaus Lexow – heimelig und echt schick

Mit Freunden verbrachte ich gerade ein verlängertes Wochenende im ebenso schicken wie gemütlichen Gutshaus Lexow. Kurze Orientierung: Lexow ist ein Ortsteil von Walow, liegt ungefähr auf halber Strecke zwischen Hamburg und Berlin, gleich um die Ecke von Malchow an der schönen Müritz.

Gutshaus, Lexow, Müritz
Gutshaus Lexow

Auf dem Gutshof stand die Apfelernte an und die anschließende Verarbeitung der Früchte zu Saft. Die Apartments des Gutshauses sind heimelig, schick und auf eine angenehme Art luxuriös, das verzuckert die Gartenarbeit natürlich ungemein.

Wir teilten uns, eine Gruppe von vier Erwachsenen und sechs Kindern und Jugendlichen, das große Appartment „Rheinsberg“ mit riesigem Wohn- und Küchenbereich und den angrenzenden 4 Schlafzimmern – mit Blick auf den Apfelhain. Ein Träumchen von einem Landleben! Die letzten Oktobertage strotzen vor Sonne und neun Apfelbäume bogen sich unter der Last ihrer Früchte.

Nach einem gediegenen Frühstück gings los, mit Trekker und allem drum und dran. Planen wurden unter die Bäume gelegt und die Teenager unserer Truppe, Oskar, Emil und Bruno, kletterten in die Bäume und rüttelten am Geäst, dass es nur so eine Freude war die Äpfel regnen zu sehen. Aus Spaß wurde dann auch ein bisschen ernst, sprich „Arbeit“. Wir klaubten und sortierten den ganzen Tag, denn nur die heilen Äpfel dürfen in den Apfelsaft. Ein paar Kilo Birnen zur Abrundung des Geschmacks waren auch dabei. Unsere „Beute“ betrug an die zehn Zentner – säckeweise Äpfel!

Apfelernte ist entspannender als ein Yoga-Retreat!

Zur Belohnung durfte ich Trekker fahren, das befriedigende Gefühl „ehrlicher“, weil körperlicher „Arbeit“ schmecken, das mir als Schreibtischtäterin ja eher fremd ist, und eine Fuhre des köstlichen Apfelsafts mit nach Hause nehmen, der gleich nach der Ernte in der Mosterei gepresst wurde. Sortenreiner Jahrgangsapfelsaft gewissermaßen. „Sauer-süffig, im Abgang fruchtig mit einer leicht herbstlichen Spur von Zimt am Gaumen“, so beschreibt Patrick Oldendorf seinen Jahrgang 2015 und dem ist nichts hinzuzufügen.

Natürlich haben wir auch Apfelkuchen gebacken. Nach dem Rezept von Oma Helga, für welches man immerhin drei Kilo Äpfel pro Kuchen braucht. Und für alle, die nun Appetit bekommen haben, will ich dieses wunderbare und gar nicht mal so schwere Rezept aus Norddeutschland hier weitergeben: Helgas 3-Kilo-Apfelkuchen

Die Bilanz „meiner“ Apfelernte: Erntedank, Erntestolz, ein bisschen „Rücken“ und Muskelkater am nächsten Tag, und eine Beule am Kopf von einem Apfelgeschoß, dass mich am Hinterkopf traf. Und die (zweite) Erkenntnis, dass so eine Apfelernte besser ist als jedes Yoga-Retreat!

Deli, Café, LexowWer selber mal ein paar Tage auf dem Gutshof Lexow verbringen möchte, wende sich an Bettina Buschow und ihren Mann Patrick Oldendorf. Die beiden betreiben neben dem Gutshaus auch ein gastliches Café mit Kaffee, Kuchen, Brotzeit und selbstgemachten Marmeladen. Meine Lieblingsmarmelade trägt den schönen Namen „Holy Shit“.

Info:
Gutshaus Lexow
Dorfstraße 29-30, 17209 Walow OT Lexow. Tel. 040/42913360
Das Café hat Fr. bis So von 13h bis 18h geöffnet

info@gutshaus-lexow.de

http://www.gutshaus-lexow.de